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Mitteilungsblatter

Dieser Ausspruch stimmt zumindest für die Lehramtsstudiengänge in Rheinland-Pfalz, wo der verpflichtende Didaktikanteil im Grund- und Hauptschulstudiengang mit ca. 20 % der Studienzeit am höchsten ist, während er beim Gymnasialstudiengang unter 10 % liegt. Ich möchte mich im Folgenden auf wenige - aus meiner Sicht neuralgische - Punkte der Lehrerausbildung konzentrieren. Dabei bitte ich zu bedenken, dass ich in Rheinland-Pfalz an einer jungen Universität lehre, die vor acht Jahren aus einer erziehungswissenschaftlichen.

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Universität hervorgegangen ist und zur Zeit keinen Studiengang für das Lehramt an Gymnasien anbietet, sondern neben dem achtsemestrigen Magisterstudiengang. Dasselbe gilt für Unterrichtspraktika, allerdings bezeichnenderweise nur für Grund- und Hauptschule, während sie bislang für Realschulstudierende zwar verpflichtend waren, aber selbst organisiert werden mussten und in keiner Weise an die universitäre Ausbildung angekoppelt waren. Das ändert sich zur Zeit. Die Anzeichen für eine Krise der Fachdidaktiken in den Sprachenfächern verstärken sich in letzter Zeit. Die Fachdidaktiken der Fremdsprachen sind zwar institutionell noch nicht sehr lange als wissenschaftliche Fächer an den Universitäten.

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Heute sind die Fachdidaktiken der Sprachfächer schon an sehr vielen Universitäten und Hochschulen vertreten, allerdings nicht immer auf Professorenebene. Vor dem Hintergrund der Diskussion über das Verhältnis zwischen natürlichem und gesteuertem Spracherwerb und angesichts öffentlichkeitswirksamer Forderungen nach internationaler Mobilität, Mehrsprachigkeit und Europafähigkeit der Jugend stellt sich geradezu dringlich die Frage der Lebensnähe des Fremdsprachenunterrichts (FU). Lehren wir nicht alle mehr oder weniger an der Realität der jeweiligen Sprache und Kultur vorbei? Und liegt das nur an den erstarrten Strukturen des Lehrplans, der Kultusbürokratie, des Schulalltags? Was heißt und worauf zielt „Lebensnähe“ im FU? Inwieweit ist sie überhaupt wünschenswert und herstellbar?

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Es geht um eine Bestandsaufnahme der Unterrichtspraxis und um die Sondierung von Möglichkeiten ihrer Optimierung. Das Atelier soll vor allem als Kontaktbörse fungieren, den Erfahrungsaustausch fördern und Mut zur Eigeninitiative machen. II Erfahrungs- und Ideenaustausch mit dem Ziel, den Grad an Lebensnähe auszumachen, der den eigenen Unterricht kennzeichnet. III Entwickeln von Strategien und Aufspüren konkreter Möglichkeiten, um dem eigenen Unterricht mehr „Leben“ einzuhauchen.